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Weiterfresserschaden/Weiterfressermangel
(recht.zivil.materiell.schuld.bt)
    

bereignet ein Hndler seinem Kunden defekte Ware so ist grundstzlich nur das quivalenzinteresse betroffen. Eine fr 823 BGB notwendige Verletzung des Integrittsinteresses ist nicht gegeben.

Anders liegt der Fall bei den sog. weiterfressenden Schden. Von einem Weiterfresserschaden geht die Rechtsprechung aus, wenn ein zunchst begrenzter Mangel an einer Kaufsache, spter zu weiteren Schden an der Kaufsache fhrt. Beispiel: Ein defektes Bauteil einer Waschmaschine fhrt dazu, da regelmig Wasser in die Steuerung eindringt, und dort erheblichen Schaden anrichtet.

Ein Anspruch besteht aber nur dann, wenn das Integrittsinteresse nicht stoffgleich mit dem quivalenzinteresse ist, d.h. wenn der im Rahmen von 823 Abs. 1 BGB geltendgemachte Schaden nicht identisch mit dem Mangelunwert ist. Das ist z.b. dann nicht der Fall, wenn ein funktionell begrenztes Einzelteil aufgrund seiner Fehlerhaftigkeit zu einem Schaden an der ansonsten einwandfreien gesamten Sache fhrt.

Bei Werkvertrgen wurde von der Rechtsprechung ursprnglich vertreten, da eine Verletzung des Integrittsinteresses nur dann vorliegt, wenn bereits zum Zeitpunkt der Verbindung eine eigenstndige funktionelle Einheit existierte, die dann durch die Verbindung mit der mangelhaften Sache geschdigt wird. Nicht aber, wenn von Anfang an, eine Gesamtssache aus einer Kombination von mangelfreien und mangelhaften Sachen hergestellt wird (BGHZ 39, 366, 367).

Nach neuerer Rspr. knnen die oben genannten, fr die Produkthaftung entwickelten Grundstze, auf Werkvertrge (zur Errichtung von Bauwerken) angwandt werden (BGHZ 146, 144).

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