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Zusammenveranlagung
(recht.oeffentlich.verwaltung.steuer)
    

Von Zusammenveranlagung oder Ehegattensplitting spricht man im Steuerrecht, wenn Ehegatten im Rahmen der Einkommenssteuererklrung eine gemeinsame Veranlagung ihrer Einkommen zur Einkommenssteuer beantragen. Folge ist, dass die Einkommen der Ehegatten zusammengerechnet und mit dem Splittingtarif versteuert wird. Bei deutlichen Einkommensunterschieden zwischen den Ehegatten fhrt die Zusammenveranlagung zu einem Steuervorteil.

Voraussetzung ist, dass die Ehegatten irgendwann innerhalb des Veranlagungszeitraums in intakter Ehe zusammen (nicht dauernd getrennt) gelebt haben ( 26 EStG). Daher kommt auch im Jahr der Trennung vor Scheidung noch eine Zusammenveranlagung in Betracht.

Bei Nachzahlungen fhrt die Zusammenveranlagung aber auch dazu, dass das Finanzamt, beide Ehegatten zur Zahlung heranziehen kann. Der Ehegatte der im Innenverhltnis weniger oder nichts schuldet kann dies durch einen Aufteilungsantrag nach 268 AO verhindern.

Umstritten ist wie lange ein gescheiterter Vershnungsversuch gedauert dauern muss, um fr eine Zusammenveranlagung auszureichen. Entscheidend soll sein, dass die Ehegatten wieder eine gemeinsame Wohnung beziehen um dort gemeinsam zu wirtschaften (Hei/Born Unterhaltsrecht Kapitel 42 Rn. 11). Dafr gengt manchen ein Tag (Jessen/Vollers, FamRZ 2002, 49) whrend das FG Nrnberg mindestens einen Monat verlangt (FG Nrnberg, Urteil vom 7. 3. 2005 - VI 160/2004).

Auf diesen Artikel verweisen: Splittingvorteil * Ehegattensplitting * Zusammenveranlagung, Mitwirkungspflicht nach Trennung * Aufteilungsantrag