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Zugewinn, Todesfall
(recht.zivil.materiell.familie.zugewinn)
    

Im Todesfall hat der berlebende Ehegatte einer Ehe im Gterstand der Zugewinngemeinschaft mehrere Mglichkeiten:

erbrechtliche Lsung

Gem 1371 Abs. 1 BGB kann er das Erbe akzeptieren und den 1/4 erhhte Erbteil verlangen. Ein zustzlicher Zugewinnausgleich findet daneben nicht statt.

Beispiel: Der mit B verheiratete A stirbt und hinterlt 100.000,-. Es bestand Zugewinngemeinschaft. Aus der Ehe ist ein Kind hervorgegangen. Der gesetzliche Erbteil der B betrgt 1/4. B akzeptiert und erhlt gem 1371 Abs. 1 BGB insgesamt 1/2 von 100.000,-

gterrechtliche Lsung

Weiterhin kann er gem 1371 Abs. 3 BGB das Erbe ausschlagen, den Zugewinn entsprechend 1373 ff BGB und daneben den "kleinen" Pflichtteil. Der kleine Pflichtteil berechnet sich dann von dem um die Zugewinnausgleichsforderung bereinigten Nachla.

Beispiel: Der Nachla des A aus vorigem Beispiel ist in voller Hhe Zugewinn, B hat weder Anfangs- noch Endvermgen. Sie schlgt das Erbe aus und verlangt Zugewinnausgleich und kleinen Pflichtteil. Sie erhlt zunchst 50.000,- Zugewinn (1/2 von 100.000,-) und darberhinaus 6.250 von dem verbleibenden Erbe (1/8 Pflichtteil von 50.000).

Beispiel: Der Nachla des A aus vorigem Beispiel ist in Hhe von 40.000,- Zugewinn, B hat weder Anfangs- noch Endvermgen. Sie schlgt das Erbe aus und verlangt Zugewinnausgleich und kleinen Pflichtteil. Sie erhlt zunchst 20.000,- Zugewinn (1/2 von 40.000,-) und darberhinaus 10.000,- von dem verbleibenden Erbe (1/8 Pflichtteil von 80.000).

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