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Zeugenbeweis, Zivilprozess
(recht.zivil.formell.prozess und recht.ref.zpo1)
    

Der Zeugenbeweis ist in den 373 ff BGB geregelt, er wird angetreten durch Benennung der Zeugen und Bezeichnung des Beweisthemas.

Zeugen knnen sein: jede natrliche Person die nicht Partei ist. Z.B. der Prozessbevollmchtigte einer Partei, bei Personengesellschaften alle Gesellschafter die nicht vertretungsberechtigt sind, der Streitgenosse soweit nicht sein Prozessrechtsverhltnis betroffen ist, Nebenintervenienten (anders bei streitgenssischer Nebenintervention), die Partei wenn sie gem 455 ZPO wegen Prozessunfhigkeit nicht als Partei vernommen werden kann.

Ablauf der Beweisaufnahme

  1. Ermahnung zur Wahrheit, 395 Abs. 1 ZPO
  2. Vernehmung zur Person, 395 Abs. 2 ZPO
  3. Ggf. Belehrung ber Aussageverweigerungsrecht, 383 Abs. 2 ZPO
  4. Vernehmung zur Sache, 396 Abs. 1 und 2 ZPO
  5. ggf. Vereidigung (siehe unten)
  6. Entlassung des Zeugen

Beweiswrdigung

Bei Zeugen unterscheidet man zwischen der Glaubhaftigkeit der Aussage und der Glaubwrdigkeit der Person. Hinsichtlich der Glaubwrdigkeit spielen z.B. eine Rolle, ob die Aussage sich vollstndig mit der des Beweisfhrers deckt, so dass es nach einer abgesprochenen Aussage aussieht oder ob der Zeuge ein eigenes wirtschaftliches Interesse am Prozessausgang hat. Fr die Wrdigung von Zeugenaussagen ist die Aussagepsychologie hilfreich.

Fr den Aufbau der Beweiswrdigung siehe unter Beweiswrdigung.

Auf diesen Artikel verweisen: Beweismittel, ZPO * selbstndiges Beweisverfahren