Wir benutzen Cookies um Inhalte und Werbung zu personalisieren und die Seitennutzung zu analysieren. Wir teilen diese Informationen über google adsense mit unseren Werbepartnern.
logo mit Text lexexakt.de Werbung:
Artikel Diskussion (0)
Zensur im Internet
(it.recht)
    

Da das Internet in erster Linie aus Information und Meinung besteht, ist Zensur ein wichtiges Thema. So hat z.B. die Bezirksregierung Dsseldorf im Februar 2002 auf Grundlage von 22 Abs. 2 MDStV die im Land ansssigen Provider zur Sperrung bestimmter amerikanischer Webseiten verpflichtet. Fr Details zur rechtlichen Grundlage siehe unter Sperrungsverfgung. Die Verfgung der Bezirksregierung wurde vom VG Kln auf die Klage eines Klner Providers hin als rechtmig besttigt (Az. 6 K 7151/02). Auch das Verwaltungsgericht Dsseldorf hat eine entsprechende Klage abgewiesen (Az.: 27 K 5968/02).

Auch in Frankreich verpflichtet das "Gesetz ber die digitale Wirtschaft" die Internetanbieter Seiten zu sperren, wenn diese durch die Justizbehrden fr rechtswidrig erklrt werden.

Neben den Regierungen kommt aber auch eine selbstndige Zensur durch Private, wie z.B. die Suchmaschinenbetreiber in Frage. Siehe dafr unter Google und Zensur.

Technisch mglich ist die Zensur den Zugangsprovidern, die die Auflsung von bestimmten Domain-Namen in IP-Adressen verhindern, oder eine Auflsung auf andere IP-Adressen veranlassen knnen (DNS-Umleitung). Das Umbiegen von Domain-Names auf andere IP-Adressen ist nicht sehr effektiv. So kann jeder Nutzer durch manuelle Eingabe eines unzensierten DNS-Servers die Sperre umgehen, entsprechend wird versucht an effektiveren Filtern zu arbeiten.

"Erfolgreich" auf dem Gebiet der Internetzensur ist China. Eine Studie der ONI zeigt, dass es der staatlichen Zensur in China gelingt, das Web weitestgehend frei von staatlich ungewnschter Information zu halten. Die chinesische Regierung setzt dafr neben technischen Filtern bei Suchmaschinen auch auf die Sperrung einzelner Sites und die Strafverfolgung von kritischen Webautoren.

Auch im Iran wird gefiltet. Laut ONI wurden im November 2004 von 1477 gestesteten Websites 499 blockiert. Betroffen sind Seiten mit homosexuellem, pornographischem oder politisch "heiklem" Inhalt. Daneben wird auch der Zugang zu Anonymizern gesperrt.

Weitere Informationen und Hinweise zur Nutzung unzensierter DNS-Server unter http://www.ccc.de/censorship.

Auf diesen Artikel verweisen: Freude, Alvar/Hyperlink-Prozess * Zensur