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Wucherische Rechtsgeschfte
(recht.zivil.materiell.at und recht.notar.grundstuecksrecht)
    

Zivilrecht

Mit wucherischem Rechtsgeschft wird ein Rechtsgeschft mit aufflligem Miverhltnis zwischen Leistung und Gegenleistung bezeichnet, das jemand unter Ausbeutung einer Zwangslage, einer Unerfahrenheit, eines Mangels an Urteilsvermgen oder einer erheblichen Willensschwche geschlossen hat. Die wucherischen Rechtsgeschfte sind ein Sonderfall des sittenwidrigen Geschftes ("nichtig ist insbesondere", 138 Abs. 2 S. 1 BGB).

Beispiel: Wird ein Grundstck verkauft, dessen Wert laut Gutachterausschuss 90 % mehr wert ist der objektive Tatbestand des Wuchers nach 138 Abs. 2 BGB erfllt.

Ausbeuten bedeutet hierbei, dass der Wucherer die schlechte Situation der anderen Partei bewusst ausnutzt um zu seinen Gunsten zu einem aufflligen Missverhltnis zu kommen. D.h. er muss sowohl die schlechte Situation als auch das Missverhltnis kennen.

Die Nichtigkeit erstreckt sich hier gem des Wortlauts von 138 Abs. 2 BGB ("versprechen oder gewhren lsst") auch auf das Verfgungsgeschft.

Auf diesen Artikel verweisen: Mieterhhung * Wucher * Skript Grundstcksrecht, notarielle Fachprfung * Skript Grundstcksrecht