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Artikel Diskussion (1)
Willenserklrung, Bestandteile
(recht.zivil.materiell.at)
    

Juristen zerlegen eine Willenserklrung in folgende Einzelteile:

  • Innerer Wille: Das was der Erklrende denkt. Dieser innere Wille wird aufgeteilt in drei Bestandteile:
    • Handlungswille: Der Wille bewusst zu handeln. Dieser fehlt z.B. bei vis absoluta, Reflexen, Bewegungen im Schlaf oder bei Hypnose.
    • Erklrungswille: Der Wille irgendeine rechtsgeschftliche Erklrung abgeben zu wollen.
    • Geschftswille: Der Wille eine bestimmte rechtsgeschftliche Erklrung abgeben zu wollen.
  • Geuerter Wille: Das was der Erklrende nach auen erkennbar von sich gibt, sei es durch Schrift, Sprache oder Gesten.

Fr die Annahme einer Willenserklrung ist zunchst jede uerung ausreichend, die den Handlungswillen und Erklrungswillen (str.) erkennen lsst.

Fallen der innere Wille und der geuerte Wille auseinander, d.h. uert jemand einen anderen Willen als er tatschlich hat, so sind die Rechtsfolgen dieses Auseinanderfallens davon abhngig, ob ihm Handlungswille, Erklrungswille oder Geschftswille fehlen. Fehlt ihm der

  • Handlungswille, so liegt gar keine Willenserklrung vor.
  • Erklrungswille, so sind die Rechtsfolgen umstritten. Nach der sog. Erklrungstheorie (hM) ist ein fehlender Erklrungswille wie ein fehlender Geschftswille zu behandeln, wenn der Empfnger bei aller zumutbaren Sorgfalt das Fehlen nicht bemerken konnte (Brox, BGB AT, Rn. 135), nach der Willenstheorie liegt hier schon keine Willenserklrung vor.
  • Geschftswille, so ist die Willenserklrung wirksam, es besteht aber die Mglichkeit zur Anfechtung.

Auf diesen Artikel verweisen: Erklrungsbewusstsein * Willenserklrung * Erklrungsbewusstsein