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Wellenstreik
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.arbeit.kampf)
(GND: 4710116-7)
    

Von einem Wellenstreik spricht man, wenn die Arbeitnehmer eines Betrieb oder einer Betriebsabteilung pltzlich unbefristet die Arbeit nieder legen, dann genauso unerwartet die Arbeit wieder aufnehmen um sie dann nach unbestimmter Zeit wieder niederzulegen. Durch diese wellenartigen Streikaktionen soll erreicht werden, dass die zwischenzeitlich eingesetzten Notbesetzungen abberufen werden und die Streikleitung mit Untersttzung des Betriebsrats und der Streikenden weiter "Herr der Produktion" bleibt. (sinngem zitiert nach dem im Urteil Az: 3 Sa 79/96 wiedergegebenen Arbeitgebervortrag).

Der Wellenstreik bietet sich insbesondere in Betrieben an, die ein leicht "verderbliches" Produkt wie z.B. Tageszeitungen herstellen, bei dem eine Verzgerung um wenige Stunden zum einen kompletten Ausfall der Absatzmglichkeit fhren kann.

Die Arbeitgeber reagieren auf diese Streikform mit einer Ablehnung der Arbeitsangebote und einer Weitefhrung der Notproduktion um die Herstellung des Produkts, z.B. der Tageszeitung, nicht zu gefhrdne. Die Rechtsprechung wertet diese Annahmeverweigerung nicht als Aussperrung, sondern fasst sie unter das Arbeitskampfrisiko, dass sie fr diese Flle unter dogmatischen Verrenkungen erweitert hat.

Fr Details zur dieser Problematik siehe Loscher Arbeitgeberreaktion auf Wellenstreiks in der Druckindustrie, Schriftenreihe arbeitsrechtliche Forschungsergebnisse, Hamburg 2007

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