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10 WEG Allgemeine Grundstze
(gesetz.weg.teil-1.abschnitt-2)
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(1) Inhaber der Rechte und Pflichten nach den Vorschriften dieses Gesetzes, insbesondere des Sondereigentums und des gemeinschaftlichen Eigentums, sind die Wohnungseigentmer, soweit nicht etwas anderes ausdrcklich bestimmt ist.

(2) Das Verhltnis der Wohnungseigentmer untereinander bestimmt sich nach den Vorschriften dieses Gesetzes und, soweit dieses Gesetz keine besonderen Bestimmungen enthlt, nach den Vorschriften des Brgerlichen Gesetzbuches ber die Gemeinschaft. Die Wohnungseigentmer knnen von den Vorschriften dieses Gesetzes abweichende Vereinbarungen treffen, soweit nicht etwas anderes ausdrcklich bestimmt ist. Jeder Wohnungseigentmer kann eine vom Gesetz abweichende Vereinbarung oder die Anpassung einer Vereinbarung verlangen, soweit ein Festhalten an der geltenden Regelung aus schwerwiegenden Grnden unter Bercksichtigung aller Umstnde des Einzelfalles, insbesondere der Rechte und Interessen der anderen Wohnungseigentmer, unbillig erscheint.

(3) Vereinbarungen, durch die die Wohnungseigentmer ihr Verhltnis untereinander in Ergnzung oder Abweichung von Vorschriften dieses Gesetzes regeln, sowie die Abnderung oder Aufhebung solcher Vereinbarungen wirken gegen den Sondernachfolger eines Wohnungseigentmers nur, wenn sie als Inhalt des Sondereigentums im Grundbuch eingetragen sind.

(4) Beschlsse der Wohnungseigentmer gem 23 und gerichtliche Entscheidungen in einem Rechtsstreit gem 43 bedrfen zu ihrer Wirksamkeit gegen den Sondernachfolger eines Wohnungseigentmers nicht der Eintragung in das Grundbuch. Dies gilt auch fr die gem 23 Abs. 1 aufgrund einer Vereinbarung gefassten Beschlsse, die vom Gesetz abweichen oder eine Vereinbarung ndern.

(5) Rechtshandlungen in Angelegenheiten, ber die nach diesem Gesetz oder nach einer Vereinbarung der Wohnungseigentmer durch Stimmenmehrheit beschlossen werden kann, wirken, wenn sie auf Grund eines mit solcher Mehrheit gefaten Beschlusses vorgenommen werden, auch fr und gegen die Wohnungseigentmer, die gegen den Beschlu gestimmt oder an der Beschlufassung nicht mitgewirkt haben.

(6) Die Gemeinschaft der Wohnungseigentmer kann im Rahmen der gesamten Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums gegenber Dritten und Wohnungseigentmern selbst Rechte erwerben und Pflichten eingehen. Sie ist Inhaberin der als Gemeinschaft gesetzlich begrndeten und rechtsgeschftlich erworbenen Rechte und Pflichten. Sie bt die gemeinschaftsbezogenen Rechte der Wohnungseigentmer aus und nimmt die gemeinschaftsbezogenen Pflichten der Wohnungseigentmer wahr, ebenso sonstige Rechte und Pflichten der Wohnungseigentmer, soweit diese gemeinschaftlich geltend gemacht werden knnen oder zu erfllen sind. Die Gemeinschaft muss die Bezeichnung "Wohnungseigentmergemeinschaft" gefolgt von der bestimmten Angabe des gemeinschaftlichen Grundstcks fhren. Sie kann vor Gericht klagen und verklagt werden.

(7) Das Verwaltungsvermgen gehrt der Gemeinschaft der Wohnungseigentmer. Es besteht aus den im Rahmen der gesamten Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums gesetzlich begrndeten und rechtsgeschftlich erworbenen Sachen und Rechten sowie den entstandenen Verbindlichkeiten. Zu dem Verwaltungsvermgen gehren insbesondere die Ansprche und Befugnisse aus Rechtsverhltnissen mit Dritten und mit Wohnungseigentmern sowie die eingenommenen Gelder. Vereinigen sich smtliche Wohnungseigentumsrechte in einer Person, geht das Verwaltungsvermgen auf den Eigentmer des Grundstcks ber.

(8) Jeder Wohnungseigentmer haftet einem Glubiger nach dem Verhltnis seines Miteigentumsanteils ( 16 Abs. 1 Satz 2) fr Verbindlichkeiten der Gemeinschaft der Wohnungseigentmer, die whrend seiner Zugehrigkeit zur Gemeinschaft entstanden oder whrend dieses Zeitraums fllig geworden sind; fr die Haftung nach Veruerung des Wohnungseigentums ist 160 des Handelsgesetzbuches entsprechend anzuwenden. Er kann gegenber einem Glubiger neben den in seiner Person begrndeten auch die der Gemeinschaft zustehenden Einwendungen und Einreden geltend machen, nicht aber seine Einwendungen und Einreden gegenber der Gemeinschaft. Fr die Einrede der Anfechtbarkeit und Aufrechenbarkeit ist 770 des Brgerlichen Gesetzbuches entsprechend anzuwenden. Die Haftung eines Wohnungseigentmers gegenber der Gemeinschaft wegen nicht ordnungsmiger Verwaltung bestimmt sich nach Satz 1.

Auf diesen Artikel verweisen: Teilungsvertrag * Skript, WEG * Sondernutzungsrecht * Sondernutzungsrecht * Teilungserklrung/Vorratsteilung