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Wahlsysteme
(recht.oeffentlich.staat.wahlen)
    

Wahlsysteme regeln die Frage, wie aus den abgegeben Stimmen die Sitzverteilung ermittelt wird. Es gibt grundstzlich zwei Mglichkeiten: Mehrheitswahl und Verhltniswahl.

Bei der Mehrheitswahl wird nur die Person/Partei bercksichtigt, der die Mehrheit der Stimmen erzielt hat. Der/die Unterliegende wird nicht bercksichtigt. Das ist z.B. bei der Direktwahl der Bundestagsabgeordneten mit der Erststimme der Fall. Dabei spricht man von relativer Mehrheitswahl, wenn die relative Mehrheit gengt und von absoluter Mehrheitswahl, wenn eine absolute Mehrheit erforderlich ist.

Beispiel: Bei der Bundestagswahl verteilen sich die Erststimmen im Wahlbezirk B wie folgt auf die Direktkandidaten der Parteien: CDU 34 %, SPD 35 %, Grne 12 %, FDP 8 %, PDS 6 %, Republikaner 3 %. Hier gewinnt die SPD das Direktmandat.

In Lndern mit reinem Mehrheitswahlsystem (wie z.B. Grobritannien) setzt sich das Parlament dann nur aus den jeweiligen Wahlkreissiegern zusammen.

Das reine Mehrheitsprinzip begnstigt die Bildung von zwei starken Parteien (z.B. Tories und Labour Party in GB), und benachteiligt die kleinen Parteien, die es oft nicht schaffen die Mehrheit in einem Wahlkreis zu erreichen.

Bei der Verhltniswahl werden die Sitze entsprechend der Anteil an den abgegeben Stimmen verteilt. So werden bei der Bundestagswahl anhand der Zweitstimmen die den Parteien zustehenden Sitze ermittelt (siehe unter Wahlsystem, Bundestag).

Dadurch bekommen auch kleine Parteien die Chance zumindest ein paar Abgeordnete zu entsenden, es besteht aber die Gefahr einer allzugroen Zersplitterung des Parlaments in kleine uneinige Parteien. In Deutschland wird dies durch die Fnfprozenthrde verhindert.

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