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Wahlschuld/Alternativobligation
(recht.zivil.materiell.schuld.at)
    

Von einer Wahlschuld (= Alternativobligation) spricht man, wenn der Schuldner mehrere Leistungen so schuldet, dass er nur eine von mehreren erbringen muss. Der Glubiger hat aber nur einen Anspruch. Das Wahlrecht steht, soweit nichts abweichendes vereinbart ist, dem Schuldner zu. Mit erfolgter Auswahl reduziert sich die Schuld entsprechend, ein Wechsel ist nicht mehr mglich ( 263 Abs. 2 BGB).

Die Wahlschuld ist in den 262 ff BGB geregelt. Von der Wahlschuld zu unterscheiden sind die Ersetzungsbefugnis und die elektive Konkurrenz, bei der es grundstzlich ein Recht die Wahl zu ndern (jus variandi) gibt.

Beispiel 1: A macht im Gasthaus des B Urlaub. Sie vereinbaren Vollpension, wobei der A jeden Tag das Men aus der Karte auswhlen darf. Hier hat entgegen der gesetzlichen Vermutung der Glubiger das Wahlrecht. Hat A von seinem Wahlrecht fr eines der Mens gebraucht gemacht, ist nur noch dieses Men geschuldet. Ein Wechsel ist nicht mehr mglich.

Beispiel: 2 A hat zwei Autos von denen er auf jeden Fall eines verkaufen will, B findet beide Autos interessant und ist bereit jedes zu kaufen. A will sich aber noch mit seiner Frau absprechen. Daher vereinbaren die beiden eine Wahlschuld.

Auf diesen Artikel verweisen: Nacherfllung, Kaufvertrag * Klagenhufung/Anspruchshufung * elektive Konkurrenz * Alternativantrag