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115 VVG Direktanspruch
(recht.)
    

(1) Der Dritte kann seinen Anspruch auf Schadensersatz auch gegen den Versicherer geltend machen,

  1. wenn es sich um eine Haftpflichtversicherung zur Erfllung einer nach dem Pflichtversicherungsgesetz bestehenden Versicherungspflicht handelt oder
  2. wenn ber das Vermgen des Versicherungsnehmers das Insolvenzverfahren erffnet oder der Erffnungsantrag mangels Masse abgewiesen worden ist oder ein vorlufiger Insolvenzverwalter bestellt worden ist oder
  3. wenn der Aufenthalt des Versicherungsnehmers unbekannt ist.
Der Anspruch besteht im Rahmen der Leistungspflicht des Versicherers aus dem Versicherungsverhltnis und, soweit eine Leistungspflicht nicht besteht, im Rahmen des 117 Abs. 1 bis 4. Der Versicherer hat den Schadensersatz in Geld zu leisten. Der Versicherer und der ersatzpflichtige Versicherungsnehmer haften als Gesamtschuldner.

(2) Der Anspruch nach Absatz 1 unterliegt der gleichen Verjhrung wie der Schadensersatzanspruch gegen den ersatzpflichtigen Versicherungsnehmer. Die Verjhrung beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem die Verjhrung des Schadensersatzanspruchs gegen den ersatzpflichtigen Versicherungsnehmer beginnt; sie endet jedoch sptestens nach zehn Jahren von dem Eintritt des Schadens an. Ist der Anspruch des Dritten bei dem Versicherer angemeldet worden, ist die Verjhrung bis zu dem Zeitpunkt gehemmt, zu dem die Entscheidung des Versicherers dem Anspruchsteller in Textform zugeht. Die Hemmung, die Ablaufhemmung und der Neubeginn der Verjhrung des Anspruchs gegen den Versicherer wirken auch gegenber dem ersatzpflichtigen Versicherungsnehmer und umgekehrt.

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