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Viermchte-Abkommen/Quadripartite-Agreement/Vierseitiges Abkommen
(recht.allgemein.politik.aussen und recht.voelker.vertrag)
    

Mit Viermchteabkommen (=Quadripartite-Agreement = Vierseitiges Abkommen [DDR-Bezeichnung]), wird das zwischen den vier Alliierten Staaten England, Frankreich, USA und Sowjetunion im Rahmen der Viermchte-Verhandlungen von 1970 bis 1971 abgeschlossene Abkommen ber den Status von Berlin bezeichnet.

Das Abkommen regelte als Kompromiss zwischen den Westmchten und der Sowjetunion u.a.,

  1. dass der Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik und Westberlin unbehindert durchgefhrt werden sollte
  2. dass die drei Westsektoren Berlins kein Teil der Bundesrepublik waren und von ihr auch nicht regiert werden sollten
  3. dass die Kommunikation zwischen West-Berlin und den angrezenden Ostsektoren verbessert werden sollte
  4. dass Bonn die konsularische Betreuung fr die Westberliner Brger im Ausland ausben durfte
  5. durch die namentliche Erwhnung auch eine faktische Anerkennung der DDR durch die Westmchte

Vom Viermchteabkommen gab es auf franzsischen Wunsch keine deutsche Fassung, da man frchtet, diese wrde Deutschland eine Basis fr unkontrollierbare deutsch-deutsche Arrangements bieten.

Moskau macht die Unterzeichnung des Abkommens von der Ratifikation der Ostvertrge abhngig und kehrte damit das von der Bundesrepublik gestellte Junktim um. In Kraft trat das Viermchteabkommen gemeinsam mit den Ostvertrgen am 3.6.1972.

Siehe auch unter Bonner Vierergruppe. Zum Gesamten Schllgen, Auenpolitik, S. 115 f.

Auf diesen Artikel verweisen: Ostvertrge * Ostvertrge * Bonner Vierergruppe