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Verwaltungsakt mit Doppelwirkung/Drittwirkung
(recht.oeffentlich.verwaltung.bt)
    

Von einem Verwaltungakt mit Doppelwirkung oder belastender Drittwirkung spricht man, wenn jemand von einem Verwaltungsakt belastet wird, der einen Dritten begnstigt (z.B. eine Baugenehmigung die dem Grundstck des Nachbarn jedes Licht nimmt). Der Belastete kann gegen diese Verwaltungsakt mit einer Anfechtungsklage vorgehen. Die Behrde kann einen anfgefochtenen VA mit belastender Drittwirkung unter den vereinfachten Voraussetzungen des 50 VwVfG zurcknehmen oderwiderrufen widerrufen. 80a VwGO legt fr Verwaltungsakte mit Doppelwirkung fest, dass der Dritte einen Antrag auf Aussetzung der sofortigen Vollziehung stellen kann.

verfristeter/unzulssiger Widerspruch

Legt ein belasteter Nachbar verfristeten Widerspruch ein den die Widerspruchsbehrde bescheidet, gilt anders als bei einseitig belastenden Verwaltungsakten, nicht mehr der Grundsatz, dass dies in der Macht der Widerspruchsbehrde als Herrin des Verfahrens steht. Hier ist auf jeden Fall das Bestandsschutzinteresse des Nachbarn zu bercksichtigen, mit der Folge, dass unter Umstnden der Widerspruchbescheid schon formell rechtswidrig ist.

hnliche Probleme entstehen, wenn eine Behrde einen Widerspruchsbescheid erlt, obwohl hier ein Widerspruch gem 68 S. 2 VwGO nicht zulssig war. Auch hier ist das Bestandsschutzinteresse des Nachbarn zu bercksichtigen, so dass ein trotzdem ergangener Widerspruchsbescheid ggf. formell rechtswidrig sein kann.

Auf diesen Artikel verweisen: Verwaltungsakt, begnstigender und belastender * Widerspruch/Widerspruchsverfahren/Vorverfahren