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venire contra factum proprium
(recht.zivil.materiell.at)
    

Lat. sinngem: Widersprchliches Verhalten. Von venire contra factum proprium spricht man, wenn jemand sich durch seine Rechtsausbung in Widerspruch zu eigenem frheren Verhalten setzt. Es handelt sich dabei um eine Einwendung aus der Fallgruppe der treuewidrigen Rechtsausbung gem 242 BGB. Siehe Brox, AT BGB, Rn. 642.

Beispiel 1: A verlangt von B Schadensersatz wegen nicht vertragsgemer Erfllung, obwohl er sich selbst nicht vertragstreu verhalten hat. Beispiel 2: A kann sich nicht auf Verjhrung berufen, wenn er sich zuvor verhandlungsbereit gezeigt und damit bewirkt hat, dass der Glubiger auf eine rechtzeitige Klageerhebung verzichtete.

Siehe auch unter protestatio facto contraria.

Auf diesen Artikel verweisen: Verwirkung * Anfechtung, Beschrnkung auf das Gewollte * Belastungsvollmacht/Finanzierungsvollmacht * Rechtslatein * Bundestreue/bundesfreundliches Verhalten