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Vaterschaftsanerkennung
(recht.zivil.materiell.familie)
    

Mit Vaterschaftsanerkennung wird die gesetzliche Anerkennung der Vaterschaft fr ein auerhalb einer Ehe geborenes (= nicht eheliches) Kind bezeichnet. Die Vaterschaftsanerkennung erhlt die Wissenserklrung biologisch der Vater zu sein und die Willenserklrung es sein zu wollen. Damit ist die biologische Vaterschaft grundstzlich Voraussetzung der Anerkennung. Allerdings fhrt eine wahrheitswidrige Wissenserklrung, egal ob sie bewusst oder unbewusst abgegeben wurde nicht zur Unwirksamkeit der Anerkennung ( 1598 BGB). Die Anerkennung ist bedingungs- und befristungsfeindlich.

Fr die Wirksamkeit der Anerkennung ist die Zustimmung der Mutter erforderlich ( 1595 Abs. 1 BGB). Die Zustimmung muss ffentlich beurkundet werden. Bis zur Zustimmung ist die Anerkennung (schwebend) unwirksam.

Diese Rechtslage gilt seit 1.7.1998. Fr Kinder die nach diesem Termin geboren sind, gilt nur noch die neue Rechtslage. Fr Kinder die davor geboren sind, gilt fr die Anerkennung gem Art. 224 1 EGBGB die alte Rechtslage. Umstritten ist, ob die alte Rechtslage auch fr am 1.7.1998 noch schwebende Anerkennungen gilt (dafr MKo-Seidel, EGBGB Art. 224 1 Rn. 6; aA Staudinger-Rauscher Art. 224 1 Rn. 11ff).

Auf diesen Artikel verweisen: Wissenserklrung, Zivilrecht * Kindschaftsrecht * Vaterschaftsanfechtung