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untauglicher Versuch
(recht.straf.at.versuch)
    

Von einem untauglichen Versuch spricht man, wenn die vom Tter vorgestellte und seinem Vorsatz umfasste Tat aus tatschlichen oder rechtlichen Grnden nicht zum Erfolg fhren kann. Die Untauglichkeit kann sich dabei auf das Tatsubjekt (umstritten, siehe unten), das Tatobjekt oder das Tatmittel beziehen. Aus 23 Abs. 3 StGB ergibt sich, dass auch der untaugliche Versuch grundstzlich strafbar ist. Das Gericht kann allerdings von Strafe absehen oder die Strafe nach seinem Ermessen mildern.

Beispiel: Der B empfindet grossen Hass auf den D. Er will ihn deshalb umbringen. Er glaubt er knne dies erreichen, wenn er einfache, als Kinderspielzeug gedachte, Knallplttchen unter die Reifen des Fahrzeugs des D legt.

Straflos bleibt der aberglubige Versuch, bei dem der Tter versucht, mit irrealen Mitteln sein Ziel zu erreichen. Hier liegt keine dem Tatbestand entsprechende Handlung vor, daher fehlt der rechtlich relevante Tatentschluss (RGSt 33, 321).

Beispiel: B versucht den D, durch Verhexen und das Verbrennen von Voodoo-Puppen zu tten.

Bei der Untauglichkeit des Tatsubjekts wird zum Teil grundstzlich ein Wahndelikt angenommen. Andere Meinungen differenzieren danach, ob der Tter seine tatschlich gegebene Subjektsqualitt irrtmlich fr eine Strafbarkeitsvoraussetzung hlt (= Wahndelikt), oder ob der Tter irrtmlich eine Subjektsqualitt annimmt, die bei Vorliegen Voraussetzung fr die Strafbarkeit wre (= untauglicher Versuch).

Beispiel: B war bis Ende November 2005 Wehrdienstleistender. Als er am 1.12.2005 vom Dienst fernbleibt, glaubt er Fahnenflucht zu begehen, da er denkt, dass der November 31 Tage habe.

Vom untauglichen Versuch ist das Wahndelikt abzugrenzen.

Auf diesen Artikel verweisen: aberglubiger Versuch