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Unrecht
(recht.straf.at)
    

Die Strafrechtswissenschaft kennt drei verschiedene Formen des Unrechts:
Handlungsunrecht
Das Unrecht, das der vorstzlich oder fahrlssig vorgenommen Handlung innewohnt.
Erfolgsunrecht
Das Unrecht, das dem eingetretenen Erfolg (z.B. dem Tod des Opfers) innewohnt.
Gesinnungsunrecht
Das Unrecht, das der Gesinnung bei Vornahme der Handlung innewohnt.
Liegen alle drei Unrechtsformen vor, kommt es zu einer Bestrafung des Tters wegen eines vollendeten Delikts.

Fehlt das Gesinnungsunrecht, z.B. weil der Tter gem 35 StGB wegen Notstandes entschuldigt ist, dann entfllt eine Bestrafung.

Fehlt nur das Erfolgsunrecht, so wird der Tter wegen des Versuchs einer Straftat gem 22, 12 StGB bestraft

Fehlt nur das Handlungsunrecht, liegt kein vorstzliches oder fahrlssiges Handeln vor.

Die Rechtfertigung lt, wenn der Tter in Kenntnis des Rechtfertigungsgrundes handelt, Erfolgs- und Handlungsunrecht entfallen.

Handelt der Tter ohne Kenntnis des Rechtfertigungsgrundes so entfllt das Erfolgsunrecht whrend das Handlungsunrecht bestehen bleibt. Folgerichtig mte der Tter entsprechend der 22ff. fr den Versuch bestraft werden (so z.B. Wessels, AT Rn. 179). Nach h.M. wird der Tter trotzdem wegen vollendeter rechtswidriger Tat bestraft (Siehe BGHSt 2, 111).

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