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unmittelbares Ansetzen
(recht.straf.at.versuch)
    

Mit unmittelbarem Ansetzen wird beim Versuch die Grenze zum Versuchsbeginn bezeichnet. Wann von einem unmittelbaren Ansetzen auszugehen ist, ist umstritten.

Entsprechend der herrschenden gemischt subjektiv-objektiven Theorie setzt der Tter unmittelbar an, wenn er nach seiner Vorstellung von der Tat Handlungen ausfhrt, die bei ungestrtem Fortgang unmittelbar ohne weitere wesentliche Zwischenakte oder Zsur in die Ausfhrung der Tat mnden sollen. Bloe Vorbereitungshandlungen berschreiten diese Grenze nicht.

Beispiel 1: B will eine Bank berfallen. Nachdem er die Strumpfmaske aufgesetzt und begonnen hat die Strae zur gegenberliegenden Bank zu berqueren wird er von einem Auto erfasst und schwer verletzt. B hatte hier schon unmittelbar angesetzt.

Beispiel 2: B will eine Bank berfallen. Beim dem Versuch die Strae zur gegenberliegenden Bank mit der Strumpfmaske in der Hosentasche zu berqueren, wird er von einem Auto erfasst und schwer verletzt. B hatte hier noch nicht unmittelbar angesetzt.

abweichende Theorien

Die formal-objektive Theorie verlangt, dass der Tter mit der Tatausfhrung beginnen muss. Den materiell-objektiven Theorien gengen alle Akte die bei natrlicher Betrachtung als Bestandteil der Tatbestandshandlung erscheinen oder bereits eine Gefhrdung des Handlungsobjektes bewirken. Fr die subjektive Theorie kam es allein auf das Vorstellungsbild des Tters an. Die heute herrschende gemischt subjektiv-objektive Theorie kombiniert die verschiedenen Anstze.

Bei Qualifikation

Der Beginn mit der Verwirklichung von qualifizierenden Umstnden gengt nur dann zur berschreitung der Schwelle zum Versuch, wenn im unmittelbaren Anschluss die Verwirklichung des Grundtatbestandes erfolgen sollte.

Bei Mittterschaft gengt es, wenn einer der Tter nach den Regeln der herrschenden subjektiv-objektiven Theorie unmittelbar ansetzt (sog. Gesamtlsung, BGHSt 39, 236). Bei mittelbarer Tterschaft wird die Grenze zum Versuch berschritten wenn der Tatmittler unmittelbar ansetzt oder wenn der mittelbare Tter das von ihm in Gang gesetzte Geschehen so aus der Hand gibt, dass nach seinen Vorstellungen der Angriff auf das Opfer ohne weitere wesentliche Zwischenschritte in die Tatbestandsausfhrung bergeht.

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