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unechtes Unterlassungsdelikt, conditio sine qua non
(recht.straf.at.unterlassen)
    

Bei Unterlassungsdelikten ist die "conditio sine qua non"-Formel zunchst einfach umzukehren: Ein Unterlassen ist kausal, wenn die unterlassene Handlung nicht hinzugedacht werden kann, ohne das der Erfolg entfllt.

Zur Beschrnkung der Haftung modifziert der BGH dies dahingehend, dass er die Formel nicht auf den konkreten Erfolg sondern den abstrakt im Tatbestand beschriebenen Erfolg bezieht.

Beispiel: Die A lebt mit ihrer gehunfhigen Mutter im 15 Stock eines Hochhauses. Als im 14. Stock ein Brand ausbricht muss A schnell handeln. Da sie selbst sehr zierlich und ihre Mutter sehr krftig ist, hat A nicht die Mglichkeit ihre Mutter zu Tragen. Sie knnte sie nur ber ein direkt neben dem Fenster gelegenes Bett hinausstrzen. Bei dieser Hhe wre damit aber der Tod der Mutter auch sicher. A rettet sich daher nur schnell selbst. Die Mutter erstickt im Rauch.

Bezieht man in diesem Fall die conditio sine qua non Formel auf den konkreten Erfolg, das Ersticken im Rauch, dann htte das unterlassene aus dem Fenster Strzen den Erfolg entfallen lassen. Bezieht man die Formel aber abstrakt auf den Todeserfolg, so zeigt sich, dass auch das Hinunterstrzen den Erfolg nicht abgewandt htte und eine Strafbarkeit wegen Totschlags durch Unterlassen nicht in Frage kommt.

Auf diesen Artikel verweisen: unechtes Unterlassungsdelikt