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Umgangsrecht
(recht.zivil.materiell.familie.umgang)
    

Mit Umgangsrecht wird im Familienrecht das in 1684 ff BGB geregelte gegenseitige Recht von Kindern und Bezugspersonen bezeichnet, sich zu treffen und Kontakt zu haben (z.B. durch Telefonate oder Briefe).

"Das Umgangsrecht ermglicht dem umgangsberechtigten Elternteil, sich von dem krperlichen und geistigen Befinden des Kindes und seiner Entwicklung durch Augenschein und gegenseitige Absprache fortlaufend zu berzeugen, die verwandtschaftlichen Beziehungen zu ihm aufrechtzuerhalten und einer Entfremdung vorzubeugen, sowie dem Liebesbedrfnis beider Teile Rechnung zu tragen (vgl. BVerfGE 31, 194,206)."(zitiert nach BVerfG, Urteil vom 26.09.2006 1 BvR 1827/06).

Das Umgangsrecht spielt bei getrennt lebenden Ehepaaren eine Rolle, da auch der Elternteil, der nicht das Recht zur Personensorge hat, ein Umgangsrecht hat.

Das minderjhrige Kind kann das Umgangsrecht als hchstpersnliches Recht nur im eigenen Namen vertreten durch seinen gesetzlichen Vertreter geltend machen (BGH v. 14.5.2008 Az. XII ZB 25/06).

Hufigkeit und Dauer

Es gibt keine fest Untergrenze fr ein Umgangsrecht als Mindestrecht. Hufigkeit und Dauer richten sich nach dem Kindeswohl. D.h. es ist auch je nach Alter zu differenzieren. Bei Kleinstkindern wird man eher ein mehrstndiges Besuchsrecht mit krzerem Abstand (jede Woche vie Stunden) bei greren Kindern eine mehrttige Regelung mit grerem Abstand (z.B. alle 14 Tage das Wochende) anstreben.

Bei den Feiertagen und Ferien bietet sich eine hlftige Regelung an.

Internationales Privatrecht

Das Umgangsrecht ist Teil des Rechtsverhltnisses das gem Art. 21 EGBGB dem Recht des Staates unterliegt, in dem das Kind seinen gewhnlichen Aufenthalt hat.

Umgangstitel

Wird der Umgang nicht gewhrt kann der Berechtigte den Umgang im Wege eines gerichtlichen Verfahrens durchsetzen. Er erhlt dann einen sog. Umgangstitel (Vergleich oder Beschluss).

Ist er im Wege des Vergleiches erstellt worden (Umgangsvergleich), muss das Gericht sich den Titel zu eigen machen um die Vollstreckung zu ermglichen. Alle Umgangstitel bedrfen darber hinaus einen Hinweis auf die Folgen einer Zuwiderhandlung gegen den Titel ( 89 Abs. 2 FamFG).

Liegen vorgenannte Voraussetzungen vor, kann der Umgang mittels Ordnungsgeld oder Ordnungshaft erzwungen werden.

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