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17.1 bei Kindesbetreuung
(gesetz.unterhaltsgrundsaetze.olgffm)
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Die nach Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes grundstzlich einsetzende Erwerbsobliegenheit des betreuenden Elternteils ist hinsichtlich Art und Umfang an den Belangen des Kindes auszurichten.

Stehen solche Belange einer Fremdbetreuung generell entgegen oder besteht eine kindgerechte Betreuungsmglichkeit nicht, hat das Prinzip der Eigenverantwortung des betreuenden Elternteils fr seinen Unterhalt zurckzustehen.

Dieser Mastab bestimmt auch die Verpflichtung zur Aufnahme einer Teilzeit- oder Vollzeitttigkeit. Bis zur Beendigung der Grundschulzeit kann eine Vollzeiterwerbsttigkeit in der Regel nicht erwartet werden.

Vgl. hierzu die Gesetzesbegrndung, FamRZ 2007, 1947, 2. Spalte:
" . . . Die Neuregelung verlangt (also) keineswegs einen abrupten, bergangslosen Wechsel von der elterlichen Betreuung zu Vollzeiterwerbsttigkeit. Im Interesse des Kindeswohls wird vielmehr auch knftig ein gestufter, an den Kriterien von 1570 Abs. 1 BGB-Entwurf orientierter bergang mglich sein."

Private Betreuung, z.B. durch Bekannte und Angehrige, muss grundstzlich nicht in Anspruch genommen werden.
Die Darlegungs- und Beweislast, keine zumutbare Betreuungsmglichkeit gefunden zu haben, hat grundstzlich der Unterhaltsbegehrende, der sich darauf beruft. Es gengt jedoch zunchst der Vortrag, z.B. in der Gemeinde nachgefragt und eine Absage erhalten zu haben. Erst auf substanziiertes Bestreiten der in Anspruch genommenen Gegenpartei besteht ergnzende Vortragspflicht.

Mageblich fr die Dauer der Verlngerung des Unterhaltsanspruchs nach 1570 Abs. 2 BGB ist das Vertrauen in die vereinbarte und praktizierte Rollenverteilung und die gemeinsame Ausgestaltung der Kindesbetreuung. Dabei ist auch das Alter des betreuenden Ehegatten zu bercksichtigen. Mageblich fr die Beurteilung ist auch die Zahl der zu betreuenden Kinder.

Der Betreuungsunterhalt ist in der Regel nicht zu befristen.

Auf diesen Artikel verweisen: Betreuungsunterhalt, Basisunterhalt/Billigkeitsunterhalt