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Treuhnder/Treuhandsverhltnis/Treuhandseigentum
(recht.zivil.materiell.at)
(engl. Treuhnder = bailee )
    

Mit Treuhandsverhltnis wird ein Verhltnis bezeichnet bei dem der Treuhnder (= Treunehmer) vom Treugeber mehr Rechtsmacht bertragen bekommt als er im Innenverhltnis ausben darf. Man unterscheidet dabei zwischen der Verwaltungstreuhand (= uneigenntzigen Treuhand, z.B. Inkassozession) und der Sicherungstreuhand (eigenntzige Treuhand). Die Verwaltungstreuhand dient den Zwecken des Treugebers, die Sicherungstreuhand dient der Sicherung einer Forderung des Treuhnders.

Betrifft das Treuhandsverhltnis Eigentum, spricht man auch von Treuhandseigentum. D.h. der Treuhnder hat nach aussen hin die unbeschrnkte Rechtsstellung als Eigentmer, unterliegt im Innenverhltnis zum Treugeber aber Beschrnkungen. Beispiel: Sicherungsbereignung.

Entsprechendes gilt fr subjektive Rechte wie Forderungen. Wird z.B. einer Bank zur Sicherung eines Darlehens, eine Forderung bertragen, hat die Bank im Aussenverhltnis die Verfgungsbefugnis ber die Forderung. Im Innenverhltnis zum Darlehensnehmer ist sie aber darauf beschrnkt, die Forderung nur zu Sicherung des Darlehens einzusetzen.

bei Drittwiderspruchsklage

Bei der Verwaltungstreuhand kann nur der Treugeber Drittwiderspruchsklage erheben, z.B. bei Vollstreckung in das Treuhandseigentum. Bei der Sicherungstreuhand knnen dagegen Treugeber und Treunehmer (str.) mit Drittwiderspruchsklage vorgehen.

Auf diesen Artikel verweisen: fiduziarisch * Drittwiderspruchsklage/Widerspruchsklage * Anderkonto * bailee * Sicherungsbereignung * Treugeber * Sicherungstreuhand/Verwaltungstreuhand * Drittschadensliquidation * Treuhandsverhltnis