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Tatbestandsirrtum
(recht.straf.at)
    

Von einem Tatbestandsirrtum spricht man, wenn der Tter einen Umstand der zum gesetzlichen Tatbestand gehrt nicht kennt. Ein Tatbestandsirrtum schliesst den Vorsatz des Tters aus ( 16 Abs. 1 S. 1 StGB), unabhngig davon, ob er vermeidbar war oder nicht. Allerdings kann der Tter, soweit das Gesetz es vorsieht, noch wegen fahrlssiger Begehung bestraft werden.

Beispiel: B ist Jger und hat daher Waffen zu Hause. Als der A ihn besucht zeigt er im sein Prachtstck. Aus Spa zielt er, mit dem wie er glaubt ungeladenen, Gewehr auf A und drckt ab. Da dass Gewehr doch geladen war, wird A an der Schulter verletzt. Strafbarkeit des B?

B wusste nicht dass er eine Verletzungshandlung begeht, er war in einem Tatbestandsirrtum und handelte daher nicht vorstzlich. Eine Bestrafung wegen gefhrlicher Krperverletzung gem 223, 224 StGB kommt nicht in Frage. Allerdings kann B noch gem 229 StGB wegen fahrlssiger Krperverletzung bestraft werden.

Auf diesen Artikel verweisen: Unwissenheit schtzt vor Strafe nicht