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Submissionsschrift
(recht.allgemein.geschichte)
    

An

Die Rm. Kayserl.

Auch zu

Germanien, Hispanien, Hungarn

und Bhmen

Knigl. Majest.

Allerunterthnigste Submissions-Schrift

Loco TRIPLICARUM juncta legitimation ad acta,

Mit demthigster Bitte

Pro

Clementissime medietatem Haereditatis Bracensis cum fructibus

perceptis ac percipiendis, mobilibus, ac omni causa adjudicando,

nec non impetratum in expensas & ad indemnifandum

condemnando

Impetrantischen Anwaldts

In Sachen

Des Regierenden Grafen

Zu Schaumburg Lippe Bckeburg

Contra

Den Regierenden Herrn

Zu Lippe Detmold

Erw. Maj. erstattet des Impetranten, Regierenden Grafen zur Schaumburg-Lippe, Bckeburg und Sternberg, u. Anwaldt, allen tieffesten unterhnigsten Danck, so wol vor die sub Nr. 16 ad triplicandum allergnndigst communicirte gegenseitige Duplias, als auch vor die sub Nr. 17 allermildest verstattete Fristen, welche disseits in einen so weitluffig und wichtigen Rechtshandel, wozu so vieles nachzusuchen, nhtig gefallen, und worin so viele Umstnde einschlagen, ohnumgnglich, devotest ausgebehten werden mssen. Wie nun in gegenseitigen Duplicis durch und durch nova eingeflochten, und ganz knstlich, nicht ohne Ursache, wiederholet worden, um auf alle ersinnliche Weise diesseitigen Anwaldt, die Augen zu blenden, sothane allenthalben versteckte nova nicht zu bemercken, noch zu elidiren, mithin den erleuchtesten Herrn Referenten ganz ohnvermerckt auf die Gegenseite zu lenken, da ein widriges Urtheil erfolgen solle, immassen Hochgrfl. Herr Gegner, von einem gnstigen Schlu sich dermassen schmeichelt, da dasige Bediente und Unterthanen bereits rhmen drffen, ob wrde dortiger Orthen, an einem vollkommenen Siege gar nicht gezweifelt, also lebet zu Ew. Kayserl. Maj. angestammten und in aller Welt gepriessenen Justiz-Eyfer disseitiger Anwaldt, der allerunterthnigsten Hoffnung, gleich er auch darum demhtigst anflehet allerhchst dieselbe in dies so erheblichen und den halben Brckischen Antheil betreffenden Rechts-Streit allergerechtest erlauben werden, die in gegenseitiger Duplicis, in eine ganz neue Ordnung gebrachte, berall neu erfundene Knste, und mit besondern Augenmerk gebrauchte verstellte gefhrliche Wiederholung, zu Beschleunung der Sache, und Abwendung sonst besorglichen allergrten praejudices in ihrer Folge zu beantworten, und damit nach Wiederlegung gegenseitiger verneuter Schein-Grnde disseitig ohnwiederlegliche Gerechtsahme der ganzen ohnpartheyischen Welt vor Augen zu stellen.

Solchem nach der Sachen etwas nher zu treten, wil Anwaldt die ex adverso versteckte Knste aus denen Duplicis deutlich ausziehen, und daraus solche in mglichster Krzer dergestalt zernichten, da an disseitiger Gerechtsamen, nicht der allergeringste Zweifel bleiben soll. Da dann

  1. Angefhret, ob wre gegenseitige vermeinte solitaria posessio, durch Anschlagung des hochgrfl. Schaumburgischen Lippischen Wapens thtig angegangen, und eo ipso, der Verlust disseitiger Befugnis veranlasset.
  2. Wiesse man Hochgrfl. Lippe-Detmold Seits, von keiner Graffscahft Bracke, weilen der Brackische Antheil nur ein pars intergrans der Graffschafft Lippe.
  3. Htte man des Hn. Gehmeinen Rhts und Professoris von Ludvvig Responsum, in dessen Erluterung ad A. B. mittelst einer Distinction inter apnagium & paragium anzufechten, und Lippe-Schaumburg als einen parragirten Herrn zu qualificiren vermeinet, da doch solch Responsum solide verstattet senn solle.
  4. (...)

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