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265 StPO
(gesetz.stpo)
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(1) Der Angeklagte darf nicht auf Grund eines anderen als des in der gerichtlich zugelassenen Anklage angefhrten Strafgesetzes verurteilt werden, ohne da er zuvor auf die Vernderung des rechtlichen Gesichtspunktes besonders hingewiesen und ihm Gelegenheit zur Verteidigung gegeben worden ist.

(2) Ebenso ist zu verfahren, wenn sich erst in der Verhandlung vom Strafgesetz besonders vorgesehene Umstnde ergeben, welche die Strafbarkeit erhhen oder die Anordnung einer Maregel der Besserung und Sicherung rechtfertigen.

(3) Bestreitet der Angeklagte unter der Behauptung, auf die Verteidigung nicht gengend vorbereitet zu sein, neu hervorgetretene Umstnde, welche die Anwendung eines schwereren Strafgesetzes gegen den Angeklagten zulassen als des in der gerichtlich zugelassenen Anklage angefhrten oder die zu den im zweiten Absatz bezeichneten gehren, so ist auf seinen Antrag die Hauptverhandlung auszusetzen.

(4) Auch sonst hat das Gericht auf Antrag oder von Amts wegen die Hauptverhandlung auszusetzen, falls dies infolge der vernderten Sachlage zur gengenden Vorbereitung der Anklage oder der Verteidigung angemessen erscheint.

Auf diesen Artikel verweisen: prozessualer Tatbegriff * Hauptverhandlung, Strafprozess * 154a StPO * wichtige Normen im Strafrecht