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56 StGB Strafaussetzung
(gesetz.stgb)
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(1) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr setzt das Gericht die Vollstreckung der Strafe zur Bewhrung aus, wenn zu erwarten ist, da der Verurteilte sich schon die Verurteilung zur Warnung dienen lassen und knftig auch ohne die Einwirkung des Strafvollzugs keine Straftaten mehr begehen wird. Dabei sind namentlich die Persnlichkeit des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstnde seiner Tat, sein Verhalten nach der Tat, seine Lebensverhltnisse und die Wirkungen zu bercksichtigen, die von der Aussetzung fr ihn zu erwarten sind.

(2) Das Gericht kann unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 auch die Vollstreckung einer hheren Freiheitsstrafe, die zwei Jahre nicht bersteigt, zur Bewhrung aussetzen, wenn nach der Gesamtwrdigung von Tat und Persnlichkeit des Verurteilten besondere Umstnde vorliegen. Bei der Entscheidung ist namentlich auch das Bemhen des Verurteilten, den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen, zu bercksichtigen.

(3) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wird die Vollstreckung nicht ausgesetzt, wenn die Verteidigung der Rechtsordnung sie gebietet. (4) Die Strafaussetzung kann nicht auf einen Teil der Strafe beschrnkt werden. Sie wird durch eine Anrechnung von Untersuchungshaft oder einer anderen Freiheitsentziehung nicht ausgeschlossen.

Auf diesen Artikel verweisen: Verwarnung mit Strafvorbehalt * wichtige Normen im Strafrecht