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Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten/eigenbliche Sorgfalt
(recht.zivil.materiell.at)
    

Mit Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten (= eigenbliche Sorgfalt) wird die Sorgfalt bezeichnet, die der Handelnde in seinem gewohnheitsmigen Verhalten pflegt. Grenze ist die grobe Fahrlssigkeit ( 277 BGB).

Sinn des 277 BGB ist eine Haftungsbegrenzung im Gegensatz zur Haftung des 276 BGB der schon bei leichter Fahrlssigkeit zur Haftung fhrt. Die Haftungsbegrenzung des 277 BGB greift nur, wenn sie vom Gesetz angeordnet, wie z.B. in 690 BGB. Handelt jemand in eigenen Angelegenheiten Sorgfltiger als der Mastab des 276 BGB es verlangt, fhrt 277 BGB nicht zu einer Haftungsverschrfung. Es bleibt dann bei 276 BGB.

Beispiel: A gibt dem B sein Auto whrend einer Urlaubsabwesenheit in unentgeltliche Verwahrung. B stellt es neben sein eigenes Fahrzeug in einer Doppelgarage ab. Bei Arbeiten an der in der Garage befindlichen Werkbank fliegt dem B ein Metallteil weg und fhrt an der Fahrertr des Wagens des A zu einem Kratzer. Dies ist B auch schon mehrmals mit seinem Wagen passiert.

Gem 690 BGB haftet B bei der unentgeltlichen Verwahrung nur fr die Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten bis zum Mastab der groben Fahrlssigkeit. Wenn man das fr ihn bliche Arbeiten an einer Werkbank mit Metallteilen in einer Garage nur als leicht fahrlssig einstuft ist er damit von der Haftung befreit. A muss den Kratzer auf eigene Kosten reparieren lassen. Geht hier man hier von groben Fahrlssigkeit aus, wrde dem B die Haftungserleichterung nicht helfen, er msste dann fr den Schaden aufkommen.

Auf diesen Artikel verweisen: 1359 BGB Umfang der Sorgfaltspflicht * diligentia quam in suis