Wir benutzen Cookies um Inhalte und Werbung zu personalisieren und die Seitennutzung zu analysieren. Wir teilen diese Informationen über google adsense mit unseren Werbepartnern.
logo mit Text lexexakt.de Werbung:
Artikel Diskussion (5)
Skonto
(recht.allgemein.wirtschaft)
    

Mit Skonto (lat./it.) wird der Rabatt bei Barzahlung oder Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist (Skontofrist) nach Rechnungseingang genannt. In der Regel liegt das Skonto bei 2 bis 3 % und die Skontofrist bei 8 Tagen. Die Einrumung von Skonto ist nicht Verkehrssitte und muss daher zwischen Kufer und Verkufer vereinbart werden. Rechtstechnisch handelt es sich bei dieser Vereinbarung um einen aufschiebend bedingten teilweisen Erlass der Forderung. Aus Sicht des Lieferanten handelt es sich um eine Verzinsung des Lieferantenkredits, die durch sptere Zahlung vom Kunden in Anspruch genommen wird.

Beispiel: A ist Baustoffgrohndler. Er kauft beim Zementwerk G 170 Paletten Zement a 2,38 t fr 19.000,- inkl. MwSt. G rumt ihm eine Skonto von 3 % (= 570,-) bei Zahlung innerhalb von 8 Tagen ein. Da A die Kreditlinie bei seiner Bank gerade ausgeschpft hat, zahlt er erst nach zwei Wochen ohne Skontoabzug. Faktisch bedeutet dass, das A fr eine Woche Kredit 570,- Euro Zinsen an G gezahlt hat.

Zur Wahrung der Skontofrist gengt im Regelfall die Bewirkung der Leistung, z.B. die Erteilung des berweisungsauftrags. Es ist nicht entscheidend, wann das Geld beim Glubiger eingeht. Die Vereinbarung kann davon aber Abweichungen vorsehen.

Die Frage, ob die Flligkeit der Forderung erst mit Ablauf der fr das Skonto bestimmten Frist eintritt, ist durch Auslegung der Vereinbarung zu ermitteln. Soweit das Skonto in den Allgemeinen Geschftsbedingungen vereinbart wurde, ist bei der Auslegung zu bercksichtigen, dass Zweifel zu Lasten des Verwenders der AGB gehen ( 305c Abs.2 BGB), d.h. es ist, wenn die Auslegung nichts ergibt, davon auszugehen, dass die Flligkeit erst mit Ablauf der Skontofrist eintritt.

Auf diesen Artikel verweisen: Warenskonto