Wir benutzen Cookies um Inhalte und Werbung zu personalisieren und die Seitennutzung zu analysieren. Wir teilen diese Informationen über google adsense mit unseren Werbepartnern.
logo mit Text lexexakt.de Werbung:
Artikel Diskussion (0)
Salisches Gesetz/lex salica
(recht.geschichte.6)
    

Mit salischem Gesetz oder lex salica wird das von 508 bis 511 unter Chlodwig aufgezeichnete Volksrecht der salischen Franken bezeichnet. Die lex salica gilt als das am wenigsten rmischen Einfluss ausgesetzte germanische Recht und ist damit eine der wichtigsten Quellen fr das Recht der alten Ordnung.

Die lex salica bestand berwiegend aus einem Katalog, der die an das Opfer oder seine Familie zu zahlenden Buen fr verschiedene Delikte enthielt (= Privatstrafrecht). Z.B. war als Wergeld fr die Ttung eines freien Mannes eine Summe zu leisten, die in etwas dem Preis von 200 Rindern entsprach. Fr die Ttung einer gebhrfhigen Frau, eines Priesters oder eines Gefolgsmanns des Knigs war die dreifache Summe zu leisten, fr die Ttung eines Rmers nur die Hlfte.

Die lex salica enthielt aber auch erbrechtliche Regeln, z.B. die Bestimmung dass Frauen von der Erbfolge ausgeschlossen waren. Diese Bestimmung erlangte ber die salischen Franken hinaus Bedeutung und spielte noch in den spanischen Karlistenkriegen von 1834 bis 1839 eine Rolle (Gmr/Roth, deutsche Rechtsgeschichte, S. 27).

Auf diesen Artikel verweisen: leges barbarorum * Rachymburgen * Wergeld