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Saldotheorie/Zweikondiktionenlehre
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.bereicherung)
    

Mit Saldotheorie wird die in der Rechtsprechung vertretene Theorie bezeichnet, nach der bei der bereichungsrechtlichen Rckabwicklung nichtiger gegenseitiger Vertrge die gegenseitigem Ansprche saldiert werden. Damit soll das sogenannte "faktische Synallagma" bereicherungsrechtlich gewahrt werden. Siehe dazu BGHZ 146, 298 ff, BGHZ 147, 152 ff). Kann einer der Bereicherungsschuldner seine Leistung nicht zurck gewhren (z.B. weil sie zerstrt wurde), wird ihm der Wert von seinem Anspruch abgezogen.

Ausnahme: Die Saldotheorie gilt allerdings nicht, wenn die Begnstigung des Kondiktionsschuldners unbillig wre. Das ist z.B. dann der Fall, wenn der Kondiktionsgluber minderjhrig ist oder vom Schuldner arglistig getuscht wurde (BGHZ 146, 298 ff).

Bei der lteren Zweikondiktionlehre stehen sich dagegen zwei Kondiktionsansprche gegenber. Hier geht die andere Seite leer aus, wenn die zurckzugewhrende Leistung untergegangen ist.

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