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Sachmangel
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.kauf)
    

Von einem Sachmangel spricht man, wenn eine Sache

  • bei Gefahrbergang nicht die vereinbarten Eigenschaften hat (subjektiver Fehlerbegriff).

Beispiel: A braucht fr eine Holzbank einen Lack, der auch Temperaturschwankungen im Bereich von -40 bis +25 Grad aushlt (er will sie auf einem Bergipfel aufstellen). Er kauft diesen Lack bei B und lt sich die Temperaturbestndigkeit schriftlich zusichern. Beim ersten Versuch stellt sich heraus, dass der Lack bei -20 Grad absplittert. Daher hatte der Lack nicht die vereinbarte Eigenschaft und somit einen Sachmangel.

Sind keine Eigenschaften vereinbart, liegt ein Sachmangel vor, wenn

  • bei Gefahrbergang die Sache sich nicht fr die vom Verkufer erkennbare nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet.

A aus dem Beispiel zuvor, vereinbart nichts schriftlich, teilt dem Verkufer aber mit, dass er damit eine Auenbank lackieren will. Ist der Lack nicht witterungsbestndig hat er einen Sachmangel, da der Verkufer diese Verwendung erkennen konnte. Mit den extremen Temperaturschwankungen musste der Verkufer nicht rechnen.

War auch keine nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung erkennbar, liegt ein Sachmangel vor, wenn

  • bei Gefahrbergang die Sache sich nicht fr die gewhnliche Verwendung eignet oder nicht die Beschaffenheit aufweist, die der Kufer nach Art der Sache erwarten kann (objektiver Fehlerbegriff).

A aus dem Beispiel zuvor, verlangt nur Holzlack. Ist der Lack fr Holz nich geeinet hat er einen Sachmangel. Ist er nicht witterungsbestndig hat er keinen Sachmangel, da einfacher Holzlack blicherweise nicht witterungsbestndig ist.

Auf diesen Artikel verweisen: aliud