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Rcktritt vom Versuch
(recht.straf.at.versuch.ruecktritt)
    

Im Strafrecht spricht man vom Rcktritt, wenn der Tter die weitere Ausfhrung der Tat freiwillig aufgibt. Rechtfolge des Rcktritts ist Straflosigkeit, die allerdings nur hinsichtlich des unvollendeten Delits eintritt. D.h. die im Rahmen des geplanten dann aber aufgegebenen Totschlagversuchs eingetretene Krperverletzung bleibt gem 223 StGB strafbar.

Die kriminalpolitische Theorie begrndet die Straflosigkeit damit, dass man dem Tter jederzeit einen Anreiz zum Abbruch der Tat geben muss, um so die gefhrdeten Rechtsgter zu retten (dem Tter "eine goldene Brcke zum Rckzug bauen", RGSt 73, 52 60; Puppe, NStZ, 84, 490), whrend die Verdienstlichkeitstheorie annimmt, dass durch den Rcktritt der Unwert des Versuchs teilweise wieder ausgeglichen wird und daher die Strafbedrftigkeit entfllt (Schrder, JuS 1962, 81).

Fr einen Straflosigkeit bei unbeendetem Versuch gem 24 Abs. 1 S. 1 Alt. 1 StGB mssen folgende Bedingungen erfllt werden:

  1. kein fehlgeschlagener Versuch
  2. kein beendeter Versuch
  3. freiwilliges Aufgeben der weiteren Ausfhrung

Fr einen Straflosigkeit bei beendetem Versuch gem 24 Abs. 1 S. 2 Alt. StGB mssen folgende Bedingungen erfllt werden:

  1. kein fehlgeschlagener Versuch
  2. kein unbeendeter Versuch
  3. freiwilliges Verhindern der Vollendung

Tritt der Erfolg trotz der Bemhungen des Tters ein, so ist ein Rcktritt nicht mglich. Das gilt auch, wenn die Bemhungen nur wegen hherer Gewalt oder Eingreifens eines Dritten scheitern. Der Tter trgt insoweit das gesamte Risiko.

Tritt der Erfolg bei beendetem Versuch ohne Zutun des Tter nicht ein, so ist ein Rcktritt nur mglich, wenn sich der Tter freiwillig und ernsthaft um die Verhinderung bemht hat.

Auf diesen Artikel verweisen: Versuch