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Rosinentheorie
(recht.methoden)
    

"Rosinentheorie" ist in der Rechtswissenschaft eine kritische Bezeichnung fr eine Theorie, die zu einer Rechtsauslegung fhrt, die aus einem einheitlichen Regelungskomplex nur die fr eine Position gnstigen Regeln herauspickt, whrend nachteilige Regeln fr nicht anwendbar erklrt werden.

Im Rahmen des arbeitsrechtlichen Gnstigkeitsvergleiches zwischen Betriebsvereinbarung und Tarifvertag, spricht man bei einem Einzelvergleich der Regelungen, von Rosinentheorie:

Beispiel: Fr den tarifgebundenen Betrieb A regelt der, mit ffnungsklausel nach 77 Abs. 3 BetrVG versehene Tarifvertrag einen Stundenlohn von 17,50 Euro, 28 Tage Urlaub und Ansprche auf ein 13. Gehalt. Dabei sind die Regeln das Ergebnis eines Kompromisses zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber. Fr A gilt parallel einen Betriebsvereinbarung. Auch hier wurde im Wege des Kompromisses eine Regelung gefunden, die allerdings 16,- Euro, 32 Tage und nur ein halbes 13. Gehalt vorsieht. Beim Einzelvergleich kme man dann mit dem Gnstigkeitsprinzip auf 17,50 Stundenlohn, 32 Tage Urlaub und ein volles 13. Gehalt. D.h hier wrde aus beiden Regelungskomplexen immer nur das Gnstige heraus gepickt.

Auf diesen Artikel verweisen: Gnstigkeitsprinzip