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Rose-Rosahl-Fall
(recht.straf.at)
    

Fundstelle

GA 7,332

Sachverhalt

Der Holzhndler Rosahl stiftete den Arbeiter Rose an, den Zimmermann Schliebe zu erschieen. Rose, der den Schliebe gut kannte, legte sich auf die Lauer. Als er in der Dmmerung einen Menschen kommen sah, hielt er ihn fr Schliebe und erschoss ihn. Tatschlich war es aber nicht der Schliebe sondern der Kantorssohn Harnisch.

Verurteilung

Der Tter Rose wurde 1859 vom preuischen Obertribunal wegen Mordes an Harnisch verurteilt, da hier ein error in objecto vel persona vorlag und die Gleichwertigket von vorgestelltem und getroffenen Tatobjekt zur Unbeachtlichkeit fhren. Der Anstifter Rosahl wurde mit gleicher Begrndung wegen Anstiftung zum Mord verurteilt.

Der BGH hat in einem vergleichbaren Fall gleichlaufend entschieden, die Beachtlichkeit des Irrtums des Tters fr den Anstifter aber fr die Flle angenommen, in denen die Tatabweichung des Tters von der Vorstellung des Anstifters sich nicht mehr innerhalb der Grenzen des nach allgemeiner Lebenserfahrung Vorhersehbaren hlt (BGHSt 37, 214).

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