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Richterrecht
(recht.allgemein und recht.methoden)
(engl. judge-made law )
    

Mit Richterrecht wird die von den Gerichten vorgenommene Fortentwickung des Rechts durch Ausfllung von Lcken bezeichnet. Die Ausfllung ist notwendig, da ein Gericht durch das Verbot der Rechtsverweigerung auch bei lckenhaften Regelungen eine Entscheidung finden muss.

Sein Verhltnis zum Gewohnheitsrecht ist umstritten. Zum Teil wird dem Richterrecht die gleiche Qualitt wie dem Gewohnheitsrecht zugesprochen (Btticher, RdA 1969, 367ff). Nach a.A. ist es eine eigenstndige Kategorie die aber zu Gewohnheitsrecht werden knne (Lwisch, RdA 1980, 1, 2). Letztere Ansicht will aber, unabhngig davon ob das Richterrecht zu Gewohnheitsrecht geworden ist oder nicht, Richterrecht immer einer Abnderung durch die Rechtsprechung zugnglich machen (Lwisch aaO).

Auf diesen Artikel verweisen: judge-made law * Fallrecht * gesetztes Recht * Rechtsverweigerung/Verbot der Rechtsverweigerung