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Reserveursachen
(recht.straf.at)
    

Von sog. Reserveursachen spricht man, wenn der tatbestandliche Erfolg ohne die Handlung des Tters spter durch ein anderes Ereignis ebenfalls eingetreten wre. Reserveursachen sind unerheblich, d.h. sie ndern nichts an der Bewertung der Handlung des Tters.

Beispiel: A sieht B bewusstlos auf den Schienen liegen, er wei, dass in wenigen Sekunden ein ICE die Strecke befahren wird und er B, ob er will oder nicht, nicht mehr retten kann. Da er B zudem nicht leiden kann, ttet er ihn mit einem gezielten Schuss. Sekunden spter wird der Krper des B von einem schnell fahrenden ICE erfasst, der Zusammenprall htte B auf jeden Fall gettet. Dies ndert aber nichts daran, dass A den B vorstzlich gettet hat.

Im Zivilrecht wird das Problem unter dem Stichwort "hypothetische Schadensursache" diskutiert.

Auf diesen Artikel verweisen: Kausalitt, Strafrecht