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Recht
(recht.allgemein)
(GND: 4048737-4)
    

Dem Begriff Recht kann man sich von mehreren Seiten nhern. Eine Mglichkeit ist die Einteilung des Rechts in "objektives Recht" und "subjektives Recht". Mit objektivem Recht wird die Gesamtheit aller fr ein bestimmtes Gebiet (z.B. die Bundesrepublik Deutschland) geltenden Normen bezeichnet. Unabhngig von ihrer Normqualitt, d.h. dazu zhlen formelle Gesetze ebenso wie materielle Gesetze, ungeschriebenes Gewohnheitsrecht ebenso wie die Rechtsfortbildung durch Richter.

Allen diesen Normen ist gemeinsam, dass sie die Beziehungen zwischen verschiedenen Rechtssubjekten (z.B. Menschen) untereinander und ihre Beziehungen zu Rechtsobjekten regeln. Z.B. das Verhltnis von Eigentmern einer Sache zu Nichteigentmern dieser Sache. Daraus ergibt sich, dass das objektive Rechte abstrakt sowohl Rechte als auch Pflichten begrndet. Aus dem objektiven Recht leiten sich fr einzelne Rechtssubjekte subjektive Rechte und korrespondierende Pflichten ab. Diese subjektiven Rechte entstehen dadurch, dass konkrete Lebenssachverhalte die Voraussetzungen des objektiven Rechts erfllen.

Beispiel: 985 BGB der zum objektiven Recht der Bundesrepublik Deutschland gehrt normiert: "Der Eigentmer kann von dem Besitzer die Herausgabe verlangen". 986 legt fest, "Der Besitzer kann die Herausgabe verweigern, wenn er (...) dem Eigentmer gegenber zum Besitze berechtigt ist (...)" Um aus diesen objektiven Rechtsstzen subjektives Recht folgen zu lassen, mssen nun in einem Lebenssachverhalt die Voraussetzungen des 985 BGB erfllt sein, ohne das die "Hindernisse" des 986 vorliegen.
  • Ein Rechtssubjekt (z.B. ein Mensch) mu Eigentmer einer Sache sein
  • Ein anderes Rechtssubjekt (z.B. ein Mensch) mu Besitzer der Sache sein, aber nicht Eigentmer
  • Der Besitzer der Sache, darf kein Recht zum diesem Besitz haben (z.B. aus einem Mietvertrag).
Das ist z.B. der Fall, wenn Bernd ohne Erlaubnis in den unbeaufsichtigt herumstehenden Wagen des Erich einsteigt, den der Erich von seiner Tante geschenkt und bereignet bekommen hat. Hier hat Erich das subjektive Recht auf Herausgabe gegen Bernd, da sich aus dem objektiven Recht des 985 BGB ableitet. Bernd hat die korrepondierende Pflicht den Wagen an Erich herauszugeben.

Auf diesen Artikel verweisen: Rechtswissenschaft