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prozessualer Tatbegriff
(recht.straf.bt und recht.ref.straf1)
    

Der prozessuale Tatbegriff, der u.a. von den 154, 155 und 264 StPO gebraucht wird, umfasst alles was unter natrlicher Betrachtung einen einheitlichen Lebensvorgang darstellt. Das ist der Fall bei Geschehnissen, die einen engen sachlichen, rumlichen und zeitlichen Zusammenhang aufweisen, so dass eine Aufspaltung in verschiedene Taten als unnatrlich empfunden wrde (BGH NJW 2000, 227).

Mehrere Handlungen im Sinne des materiellen Rechts (= Handlungsmehrheit) knnen eine Tat im prozessualen Sinn sein, wenn sie so miteinander verknpft sind, dass eine getrennte Aburteilung wiederum als unnatrlich empfunden wrde (BGH NStZ 1983, 87).

Eine Rolle spielt der prozessuale Tatbegriff unter anderem fr die Frage des Strafklageverbrauchs und die Frage, ob ein Hinweis nach 265 StPO ausreicht oder eine Nachtragsanklage gem 266 StPO notwendig ist.

Auf diesen Artikel verweisen: 154a StPO * Verfolgungsbeschrnkung nach 154a StPO * 154 StPO * Legalittsprinzip im Strafrecht, Ausnahmen