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Prognoseprinzip/Prognosezeitpunkt, Arbeitsrecht
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.arbeit)
    

Mit Prognoseprinzip wird im Arbeitsrecht das Prinzip bezeichnet, gem dem die soziale Rechtfertigung fr eine Kndigung in der Zukunft gegeben sein muss. Die Vergangenheit hat insoweit nur Indizwirkung fr die Zukunft.

Dabei muss die Prognose zum Zeitpunkt der Kndigung mit Blick auf den Beendigungszeitpunkt gestellt werden.

Beispiel: Wenn B den Arbeitnehmer A personenbedingt kndigen will, weil es in der Vergangenheit zu hufigen Kurzerkrankungen gekommen ist, kommt es fr die soziale Rechtfertigung auf eine Zukunfsprognose an. Lt diese fr die Zukunft keine weiteren Kurzerkrankungen des A erwarten, z.B. weil ein bestimmtes Grundleiden auskuriert ist, kommt eine soziale Rechtfertigung schon aus diesem Grund nicht in Betracht. Gibt es solche Anhaltspunkte nicht, hat die Vergangenheit insoweit Indizwirkung und die Kndigung ist, soweit die weiteren Voraussetzungen vorliegen, sozial gerechtfertigt.

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