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Postpendenz
(recht.straf.at und recht.ref.straf1)
    

Von Postpendenz spricht man, wenn bei zeitlich aufeinander folgenden Delikten unsicher ist, ob der Tter das frhere Delikt verwirklicht hat, aber mit Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass er das sptere begangen hat, dessen Verwirklichung aber tatbestandlich von der Nichtverwirklichung des frheren Delikts abhngt. In diesen Fllen kann der Tter nach den Grundstzen der Postpendenz wegen des spteren Delikts verurteilt werden (BGHSt 35, 86). Es handelt sich dann nicht um einen Fall der Wahlfeststellung.

Beispiel: Es konnte nicht mit Sicherheit ermittelt werden, ob A Mittter bei dem von C begangenen Diebstahl war. Sicher ist aber, dass er einen Teil der Beute von C erhalten hat. War A Mittter beim Diebstahl kann er nicht wegen Hehlerei bestraft werden (Der Stehler kann nicht sein eigener Hehler sein), war er es nicht kann er wegen Hehlerei bestraft werden. D.h. die Frage der Strafbarkeit der Hehlerei hngt hier von der nicht klrbaren Frage ab, ob A Mittter beim Diebstahl war. Die Postpendenz ermglicht es hier trotz dieser Unsicherheit, den A wegen wegen Hehlerei ( 259 StGB) zu bestrafen.

Siehe auch unter Prpendenz.

Auf diesen Artikel verweisen: Prpendenz * Wahlfeststellung