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personenbedingte Kndigung
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.arbeit)
    

Von einer personenbedingte Kndigung spricht man, wenn der Kndigungsgrund beim Arbeitnehmer liegt, von diesem aber nicht steuerbar ist (z.B. Krankheit, fehlende Arbeitserlaubnis, keine Zulassung, kein Fhrerschein mehr).

Bei Krankheit ist zwischen Langzeiterkrankung und hufigen Kurzerkrankungen zu unterscheiden.

  1. Negativprognose zum Zeitpunkt des Zugangs der Kndigung aufgrund objektiver Tatsachen, die erwarten lassen, dass der Arbeitnehmer in absehbarer Zeit nicht wieder zur Verfgung stehen wird oder weiterhin hufig kurz erkranken wird
  2. erhebliche Beeintrchtigung betrieblicher Interessen durch ausfallbedingte Ablaufstrung oder bei Kurzerkrankungen auch die wirtschaftliche Belastung durch wiederholte Entgeltfortzahlung
  3. Interessenabwgung und Verhltnismigkeit (z.B. kein andere Beschftigungsmglichkeit)

Will der Arbeitnehmer sich verteidigen muss er die Negativprognose erschttern. Bei Kurzerkrankungen muss er darlegen, welche Grnde diese in der Vergangenheit hatten und warum dies zuknftig anders sein wird. Analoges gilt bei der Lanzeiterkrankung.

Handelt es sich um eine Suchterkrankung, muss der Arbeitnehmer darlegen und beweisen, dass er zum Prognosezeitpunkt schon einsichtig und um Heilung bemht war (z.B. dass er sich schon um einen Therapieplatz gekmmert hat). Es gengt nicht, wenn der Arbeitnehmer sich nach dem Zugang der Kndigung anfngt zu bemhen.

Ist der Arbeitnehmer in Haft muss der Arbeitgeber prognostizieren wann der Arbeitnehmer wieder zur Verfgung stehen wird. Fr kurze Zeitrume (ca. bis sechs Monate) ist dem Arbeitgeber dann eine berbrckung zumutbar.

Auf diesen Artikel verweisen: low performer/Minderleister * ordentliche Kndigung