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Parteiverrat/Prvarikation
(recht.straf.prozess)
    

Von Parteiverrat (= Prvarikation) im Sinne des 356 StGB spricht man, wenn ein Anwalt in einer Rechtssache beide streitenden Parteien pflichtwidrig dient oder wenn er ihm Einverstndnis mit der Gegenpartei zum Nachteil seines Mandanten handelt.

Beispiel: Der Verteidiger V vertritt den A im Prozess gegen den B vor dem Landgericht. V und B kennen sich. Absprachegem sorgt V daher dafr, dass gegen seinen Mandanten A ein Versumnisurteil ergeht, das rechtskrftig wird.

Umgangssprachlich spricht man von Parteiverrat, wenn ein Verteidiger Prozesshandlungen vornimmt, die zum Nachteil seines Mandanten sind.

Kein Parteiverrat liegt vor, wenn der Verteidiger, obwohl sein Mandant hartnckig leugnet, nicht Freispruch sondern eine Strafe beantragt um sich so die Mglichkeit zu erhalten, dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafma eine vernnftige Alternative entgegenzustellen.

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