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Parallelwertung in der Laiensphre
(recht.straf.at)
    

Mit "Parallelwertung in der Laiensphre" wird im Strafrecht die Bewertung von Tatbestandvoraussetzungen die eine rechtliche Bewertung voraussetzen (sog. normative Rechtsbegriffe) durch juristische Laien bezeichnet. Es gengt fr das Vorliegen von Vorsatz bezglich eines normativen Rechtsbegriffs, wenn der Laie das Vorliegen des Merkmals im Wesensgehalt richtig erkennt.

Beispiel: Der Diebstahl setzt nach 242 StGB die Wegnahme einer fremden Sache voraus. Juristisch bedeutet fremd, dass sie im Eigentum eines anderen steht. Fr den Tatvorsatz gengt es aber, wenn der Tter, wusste - eine Vorstellung davon hatte -, dass die Sache nicht ihm zustand und er sie nicht wegnehmen durfte, auch wenn er vielleicht eine juristisch falsche Vorstellung vom Eigentum hat.

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