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Olg Brandenburg v. 4.9.2003 Az. 9 WF 158/03
(recht.urteil)
    

  1. Rckstndiger Unterhalt unterliegt der Verwirkung, sofern sich seine Geltendmachung unter dem Gesichtspunkt illoyal verspteter Rechtsausbung (Verwirkung) als unzulssig darstellt. An das Zeitmoment sind keine groen Anforderungen zu stellen, ein Jahr der Unttigkeit kann gengen. Dies gilt erst recht bezglich titulierter Forderungen.
  2. ...
  3. Aus den Grnden

    ... Dies folgt aus dem Umstand, dass von einem Unterhaltsglubiger, der lebensnotwendig auf Unterhaltsleistungen angewiesen ist, eher als von einem Glubiger anderer Forderungen erwartet werden kann, dass er sich zeitnah um die Durchsetzung seines Anspruches bemht. Tut er dies nicht erweckt sein Verhalten in aller Regel den Eidnruck, er sei nicht bedrftig. Darber hinaus ist zu beachten, dass Unterhaltsansprche zu einer erdrckenden Schuldenlast anwachsen knnen, die auch die Leistungsfhigkeit fr laufenden Unterhalt gefhrden. Je nachdem kommt daher eine Verwirkung (frhestens) nach einem Jahr, sptestens aber nach drei Jahren in Betracht (OLG Brandenburg, JAmt 2001, 376 [377]).

Auf diesen Artikel verweisen: Unterhaltstitel