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objektive Unmglichkeit
(recht.zivil.materiell.schuld.at)
    

Von Unmglichkeit spricht man im Schuldrecht, wenn die Leistung nicht mehr erbracht werden kann. Objektiv ist die Unmglichkeit dabei, wenn nicht nur der Schuldner die Leistung nicht mehr erbringen kann, sondern niemand. Je nachdem ob die Unmglichkeit vor oder nach Vertragsschluss eintritt, wird zwischen der anfnglichen und der nachtrglichen objektiven Unmglichkeit unterschieden.

nachtrgliche Unmglichkeit

Bei nachtrglicher Unmglichkeit wird der Schuldner von seiner Leistungspflicht gem 275 BGB frei. Die Gegenleistung entfllt gem 326 Abs. 1 BGB. Hat der Schuldner die Unmglichkeit zu vertreten, hat der Glubiger gem 283, 280 Abs. 1 BGB einen Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung.

Beispiel: B kauft in dem Antiquittenladen des V einen bestimmten Stuhl aus der Zeit Ludwigs des 14 fr 14.000,- Euro. Er soll ihm am nchsten Tag nach Hause geliefert werden. In der Nacht gert aufgrund eines Blitzschlages der Laden in Brand. Dabei wird der von B gekaufte Stuhl restlos vernichtet. Nun kann nicht nur A sondern niemand mehr diesen Stuhl dem B bereignen.

Da V den Blitzschlag nicht zu vertreten hat, hat B hier keinen Anspruch auf Schadensersatz.

anfngliche Unmglichkeit

Auch bei anfnglicher Unmglichkeit wird der Schuldner gem 275 BGB frei. Die Gegenleistung entfllt gem 326 BGB. Gem 311a BGB besteht ein Schadensersatzanspruch, es sei denn der Schuldner kannte die Unmglichkeit nicht und hatte die Unkenntnis auch nicht zu vertreten.

Beispiel: A verkauft dem B aufgrund einer ausfhrlichen Beschreibung, einem Gutachten und einer Fotografie einen Stuhl, der sich in einem entfernt liegenden Lager befindet. Was A nicht wei ist, dass zum Zeitpunkt des Vertragsschluss das Lager mit dem Stuhl durch ein Feuer schon vollstndig zerstrt waren.

Auf diesen Artikel verweisen: Einwendungen * Unmglichkeit * Unmglichkeit