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Namensnderungen
(recht.zivil.materiell.familien.sorge und recht.oeffentlich.verwaltung.bt)
    

Von einer Namensnderung spricht man sowohl bei nderung des Vor- als auch des Nachnamens. Man unterscheidet dabei zwischen der familienrechtlichen Namensnderung (z.B. durch Heirat) und der ffentlich-rechtlichen auf Antrag des Namenstrgers.

Die ffentlich-rechtliche Namensnderung regelt sich nach dem Gesetz ber die nderung von Familienamen. 1 NamndG sieht grundstzlich die Mglichkeit der nderung des Nachnamens vor, 3 NamndG bindet diese nderung aber an das Vorliegen eines wichtigen Grundes, d.h. letztlich die Unzumutbarkeit der Weiterfhrung des Familiennamens.

Auch eine nderung des Vornamens kommt unter diesen Voraussetzungen in Betracht ( 11 iVm 3 NamndG), ist aber grundstzlich unter etwas niedrigern Voraussetzungen mglich.

ffentlich-rechtliche Namensnderungen des Vornamens sind vom Standesamt des Wohnsitzes vorzunehmen und nicht des Geburtsortes.

nach Scheidung

Nach Scheidung kann der Ehegatte der seinen frheren Namen aufgegeben hat gem 1355 Abs. 5 BGB wieder zu diesem zurckkehren. Es ist dafr eine Erkrung vor dem Standesamt abzugeben, bei dem die Eheschlieung beurkundet ist oder, bei Eheschlieung im Ausland, der Standesbeamte am Wohnsitz des erklrenden ( 41 PstG).

bei nichtehelichen Kindern

Bei nichtehelichen Kindern kommt bei einer Neuheirat des Sorgeberechtigten eine Einbenennung nach 1618 BGB in Betracht. Der andere sorgeberechtigte Elternteil muss dem zustimmen. Die Zustimmung kann aus Grnden des Kindeswohls ersetzt werden.

Eine familien-rechtliche Namensnderung bei nichtehelichen Kindern auf den Namen der Mutter die vor Trennung der Eltern den Namen des Vaters hatten (und umgekehrt) ist im Gesetz nicht vorgesehen. Eine ffentlich-rechtliche Namensnderung gegen den Willen des anderen Elternteils kommt nach 3 NG nur in Betracht, wenn dies fr Kindeswohl erforderlich ist (OVG Bremen, Beschl. vom 06.04.2005 Az. 1 A 29/05). "eine Namensnderung [ist] nicht schon dann fr das Kindeswohl erforderlich, wenn sie nur dazu dienen soll, dem Kind mit der Namensverschiedenheit zum sorgeberechtigten Elternteil verbundene Unannehmlichkeiten zu ersparen, die ohnehin nur altersbedingt und damit vorbergehender Natur sind, die gedeihliche Entwicklung des Kindes aber nicht ernstlich beeinflussen. Es mssen vielmehr schwerwiegende Nachteile zu gegenwrtigen sein, oder die Namensnderung muss fr das Kind solche erheblichen Vorteile mit sich bringen, dass verstndigerweise die Aufrechterhaltung des Namensbandes zu dem nicht sorgeberechtigten Elternteil nicht zumutbar erscheint (ebenso fr die Flle des 1618 Satz 4 BGB: BGH NJW 2002, 300 <301>)." (OVG Bremen, Beschl. vom 06.04.2005 Az. 1 A 29/05)

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