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Nacherbe/Vorerbe
(recht.zivil.materiell.erb und recht.notar.erb)
    

Mit Nacherbe wird gem der Legaldefinition in 2100 BGB ein Erbe bezeichnet, der erst Erbe wird, nachdem zunchst ein anderer, der sog. Vorerbe, Erbe geworden und dieser wiederum verstorben oder ein anderer vom Erblasser festgelegter Zeitpunkt oder festgelegtes Ereignis eingetreten ist.

Fr den Vorerben stellt die Erbschaft ein Sondervermgen dar, dass nicht mit seinem Vermgen verschmilzt. Er darf das Erbe nutzen, d.h. alle Nutzungen und Frchte (Gewinne, Zinsen, Dividende etc.) ziehen, und trgt die Fruchtziehungskosten und die Kosten der gewhnlichen Erhaltung, kann aber nur beschrnkt ber das Erbe verfgen ( 2112 ff BGB). Der Vorerbe ist einem Niebraucher vergleichbar.

Der Nacherbe ist vom Schlusserben des Berliner Testaments zu unterscheiden.

Pflichtteil

Wird ein Pflichtteilsberechtigter als Nacherbe eingesetzt kann er entweder die Erbschaft annehmen und wird dann mit dem Tod des Vorerben Erbe oder er schlgt die Erbschaft aus und erhlt seinen Pflichtteil ( 2306 Abs. 2 BGB).

Auf diesen Artikel verweisen: Nacherbenvermerk/Wirksamkeitsvermerk * 326 ZPO Rechtskraft bei Nacherbfolge * 326 ZPO Rechtskraft bei Nacherbfolge * nondum conceptus