Wir benutzen Cookies um Inhalte und Werbung zu personalisieren und die Seitennutzung zu analysieren. Wir teilen diese Informationen über google adsense mit unseren Werbepartnern.
logo mit Text lexexakt.de Werbung:
Artikel Diskussion (0)
mittelbare Tterschaft
(recht.straf.at.tut.taeterschaft.mittelbaretaeterschaft)
    

Von mittelbarer Tterschaft spricht man, wenn jemand einen anderen zur Ausfhrung seiner Tat benutzt. Wenn der Tatmittler quasi "menschliches Werkzeug" des mittelbaren Tters ist. Der mittelbare Tter wird gem 25 Abs. 1 Alt. 2 als Tter der vom Tatmittler begangen Tat bestraft.

Folgende Voraussetzungen mssen vorliegen:

  1. unterlegene Stellung des Tatmittlers (Werkzeugqualitt)
  2. einen planvoll lenkenden Willen des Hintermannes

Ein Exzess des Tatmittlers wird dem mittelbaren Tter dabei nicht zugerechnet. Beim Irrtum ist wie folgt zu differenzieren.

  1. Nimmt der Tter irrig an, der Tatmittler sei schuldfhig, fehlt es an dem planvoll lenkenden Willen und er kann nur wegen Anstiftung verurteilt werden.
  2. Im umgekehrten Fall, wenn der Tter z.B. von einer Schuldunfhigkeit ausgeht, der Tatmittler aber voll Schuldfhig ist, kommt auch nur eine Anstiftung in Frage.
  3. Nimmt der Tter an der Tatmittler handele vorstzlich, fehlt diesem der Vorsatz aber, kommt eine mittelbare Tterschaft nicht in Frage. Die Anstiftung scheitert ebenfalls, da es an einer rechtswidrigen Hauptat fehlt. Ist die Hauptat ein Verbrechen, kann der Tter wegen versuchter Anstiftung gem 30 StGB verurteilt werden. Bei Vegehen bleibt er straffrei.
  4. Um umgekehrten Fall, wenn der Tter bei vorstzlich handelndem Tter von fehlendem Vorsatz ausgeht, bestraft die Rechtsprechung wegen mittelbarer Tterschaft. Die Tatherrschaftslehre ist sich nicht einig und nimmt entweder eine vollendete Anstiftung oder eine versuchte mittelbare Begehung an. Erstere Ansicht ist aber fr die Flle nicht anwendbar, in denen die Anstiftung hher bestraft wird als die Tterschaft, da der Tter nur Vorsatz fr letzteres hatte (z.B. 160 und 154 StGB).
  5. Bei einer Objektsverwechslung (=error in obijecto vel persona) durch den Tatmittler will die herrschende Lehre, dies immer als abberatio ictus des mittelbaren Tters werten, da es keinen Unterschied mache ob ein mechaniches oder ein menschliches Werkzeug fehlgehe. Die andere Ansicht differenziert hier danach, ob der mittelbare Tters die Individualisierung des Opfers dem Tatmittler berlassen hat, oder diese selbst vorgenommen hat. Im ersteren Fall nimmt sie einen error in objecto im zweiten eine aberratio ictus an.

Auf diesen Artikel verweisen: mittelbare Tterschaft, vermeidbarer Verbotsirrtum * unmittelbare Tterschaft * Werkzeug isD materiellen Strafrechts * Katzenknigfall * Tter * Tatmittler * Tatmittler