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Mankogeld/Mankoabrede
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.arbeit)
    

Mit Mankogeld wird eine Zahlung bezeichnet, die ein im Kassenbereich ttiger Arbeitnehmer aufgrund einer Mankoabrede zum Ausgleich dafr erhlt, dass er fr Fehlbetrge in der Kasse (= Manko) auch bei leichter Fahrlssigkeit haftet (Haftungserweiterung).

Dabei muss der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse an der Abrede haben (1. Voraussetzung) und der Arbeitnehmer darf aufs Jahr gemittelt nur in der Hhe einstehen mssen, in der er auch Mankogeld erhlt. D.h. erhlt ein Arbeitnehmer monatlich 50,- Euro Mankogeld, darf er im Zeitraum eines Jahres auch nicht fr mehr als 600,- Euro einstehen (2. Voraussetzung). Ein berechtigtes Interesse wird angenommen, wenn der Arbeitnehmer alleinigen, unkontrollierten Zugriff auf die Kasse hat.

Beispiel: A ist Kassierer in der Supermarktkette L, die monatlich 50,- Mankogeld zahlt. Zu Beginn seiner Schicht bernimmt er eine Kasse mit 150,- Euro Wechselgeld. Whrend seiner Schicht nimmt er laut Kassenabrechnung 2150,- Euro ein. Am Schichtende hat er aber nur 2141,90 Euro in der Kasse. Das Manko betrgt hier 8,10 Euro, dieses muss er, soweit er in diesem Jahr noch nicht die Grenze von 600,- Euro erreicht hat, aus seinen privaten Geldern ausgleichen.

Der Arbeitgeber erhofft sich vom Mankogeld einen Anreiz fr die Arbeitnehmer, zur sorgsamen Arbeit und damit zur Vermeidung von Fehlbetrgen die ber das Mankogeld hinausgehen.

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